BGH-Verhandlung zu Rückforderungen bei Verlusten aus illegalem Online-Glücksspiel gegen Tipico

Vera Schmitt · Sep 21, 2026

BGH-Verhandlung zu Rückforderungen bei Verlusten aus illegalem Online-Glücksspiel gegen Tipico

Gerichtsgebäude des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe während einer Verhandlung zu Glücksspielrecht

Der Bundesgerichtshof hat in der Rechtssache I ZR 216/25 eine mündliche Verhandlung durchgeführt, bei der es um die Frage ging, ob Spieler Verluste aus illegalem Online-Casino-Glücksspiel, einschließlich Tischspielen wie Blackjack, von Anbietern ohne deutsche Lizenz zurückfordern können, und zwar sowohl vor als auch kurz nach den regulatorischen Änderungen im Jahr 2021, während das Gericht dazu neigt, die Verträge wegen des zuvor geltenden Totalverbots als nichtig anzusehen, was Rückerstattungen ermöglichen und Hunderte anhängige Verfahren beim BGH sowie Tausende weitere Fälle beeinflussen könnte.

Hintergründe des Verfahrens gegen Tipico Games

Das Verfahren betrifft konkret Ansprüche von Spielern gegenüber Tipico Games, einem Anbieter, der Online-Casino-Spiele ohne die erforderliche deutsche Lizenz angeboten hat, wobei die Kläger argumentieren, dass die getätigten Einsätze aufgrund der Rechtswidrigkeit des Angebots zurückerstattet werden müssen, und das Gericht prüft dabei die zivilrechtlichen Konsequenzen des Verbots von Online-Glücksspiel vor Inkrafttreten des neuen Staatsvertrags, während Beobachter darauf hinweisen, dass die Entscheidung richtungsweisend für ähnliche Fälle sein wird.

Experten haben beobachtet, dass die rechtliche Bewertung auf der Annahme beruht, Verträge über illegales Glücksspiel seien gemäß § 134 BGB nichtig, und dies führt dazu, dass Anbieter wie Tipico mit einer Vielzahl von Rückforderungen konfrontiert sind, wobei die Verhandlung zeigte, dass das Gericht die vor 2021 geltende Rechtslage als maßgeblich betrachtet, und zwar unabhängig von späteren Lizenzierungsregelungen.

Die Position des Gerichts und mögliche Konsequenzen

During the hearing the BGH signalisierte eine Tendenz, wonach die Verträge wegen des Totalverbots als unwirksam einzustufen sind, was Spielern die Möglichkeit eröffnet, ihre Verluste geltend zu machen, und dies betrifft nicht nur Fälle aus der Zeit vor 2021, sondern auch Übergangsphasen danach, während Hunderte von Verfahren bereits beim BGH anhängig sind und Tausende weitere bei unteren Instanzen laufen, sodass die Entscheidung weitreichende Auswirkungen auf den gesamten Markt haben wird.

Research from regulatory bodies shows, dass das Fehlen einer deutschen Lizenz den Betrieb solcher Plattformen illegal machte, und Daten aus Gerichtsakten deuten darauf hin, dass Rückerstattungsklagen zunehmen, wobei die Verbindung zum Glücksspielstaatsvertrag deutlich wird, da dieser die Rahmenbedingungen für legale Angebote geschaffen hat, und Behörden wie die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder die Durchsetzung überwachen.

Anwaltsteam diskutiert Unterlagen zu einem BGH-Fall über Online-Glücksspiel in einem Kanzleibüro

Verknüpfung mit dem Glücksspielstaatsvertrag und laufenden Entwicklungen

Der Interstate Treaty on Gambling, der 2021 in Kraft trat, hat die Lizenzierung von Online-Angeboten neu geregelt, doch die Verhandlung macht klar, dass für die vorangegangenen Perioden die alte Rechtslage entscheidend bleibt, und dies beeinflusst laufende Reviews des Vertrags sowie Maßnahmen gegen unlizenzierte Betreiber, während Gerichte in anderen Regionen ähnliche Prinzipien anwenden, etwa bei der Australian Communications and Media Authority oder kanadischen Provinzbehörden, die Durchsetzungsstrategien gegen illegale Angebote verfolgen.

One study revealed, dass Spieler in solchen Fällen oft auf zivilrechtliche Wege zurückgreifen, um Verluste zurückzufordern, und dies hat zu einer Zunahme von Verfahren geführt, wobei die BGH-Entscheidung als Präzedenzfall dienen könnte, und die Akteure im Markt beobachten die Entwicklungen genau, da sie Auswirkungen auf die Migration von Spielern zu regulierten Angeboten haben.

Fazit

Die Verhandlung vor dem BGH in der Sache I ZR 216/25 markiert einen wichtigen Schritt in der rechtlichen Aufarbeitung von Verlusten aus illegalem Online-Glücksspiel, und die Tendenz des Gerichts zu einer Nichtigkeit der Verträge könnte zu umfangreichen Rückerstattungen führen, während die Verknüpfung mit dem Staatsvertrag weitere regulatorische Anpassungen nach sich ziehen wird, und Beobachter warten nun auf das Urteil, das für September 2026 oder früher erwartet wird, je nach Verfahrensverlauf.